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Tier-ABC

Ich habe schon immer gerne gemalt, genäht, gebastelt, Dinge in irgendeiner Form selbst gemacht. Es macht mir große Freude, mich in einer solchen Tätigkeit zu verlieren, oft mit einem Hörbuch oder Podcast auf dem Ohr. Nur fand ich es in den letzten Jahren immer öfter frustrierend, dass ich für die Schublade malte oder eben das drölfzigste Täschchen nähte. Das machte auf Dauer keinen Spaß.

Seitdem der kleine Mensch in unser Leben gekommen ist, ist das anders. Ich mache ihm von Herzen gerne Spielzeug selbst, ob nun etwas schnell improvisiertes aus einem Schuhkarton und etwas Gaffatape oder etwas über mehrere Tage aufwändig gemachtes. Natürlich kommen manche Dinge besser an als andere, aber besonders Zeichnungen von mir liebt er sehr, seitdem er Bilderbücher für sich entdeckt hat. Und so tauchen immer öfter einzelne Tierzeichnungen in unserer Wohnung auf seiner Augenhöhe auf.

Und so entstand, was ich schon länger für ihn machen wollte: Ein Tier-ABC – für jeden Buchstaben des Alphabets ist ein Tier gezeichnet. Ursprünglich wollte ich die Einzelbilder in einem großen Rahmen gemeinsam unterbringen. Aber der Rahmen hätte bei unserem kleinen Abenteurer entweder nicht lange gehalten, oder eben so hoch hängen müssen, dass er die einzelnen Tiere nicht sieht.

Und so verwandelte sich eben unsere Küche in eine Galerie oder auch ein begehbares Wimmelbuch für den kleinen Menschen. Und er liebt es.

Falls ihr die Bilder auch verwenden wollt, habe ich sie euch gescannt und in zwei pdf-Dateien gegossen: Einmal mit den Bildern in A4, einmal in A5. Ursprünglich hatte ich sie auf Karten vom Format 12*16cm gemalt, also wäre es vermutlich sinnvoller, die Bilder auch in ungefähr der Größe zu verwenden.

Hier sind erstmal einige Beispielbilder:

Und hier könnt ihr sie herunterladen. Das ist die A5-Version und das ist die A4-Version. Und das sollte klar sein: Ihr dürft sie für den privaten Bereich gerne nutzen und gerne auch im Unterricht an öffentlichen Schulen, aber nicht im kommerziellen Bereich. Ist klar, ne? Und jetzt viel Spaß damit!

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Omnomnom, die erste

Seit meinem letzten Blogbeitrag hat sich meine Welt recht deutlich auf den Kopf gestellt. Ich habe seit anderthalb Jahren nicht unterrichtet, weil da ein kleiner Mensch in meine Welt kam und seit mittlerweile über einem Jahr eine Schneise des Chaos in unserer Wohnung und in unseren Schlafrhythmen hinterlässt, und werde noch ein weiteres halbes Jahr nicht unterrichten, weil vor einem Jahr noch eine Pandemie dazu kam und ich meine kleine Familie am besten davor schütze, indem ich realweltliche Kontakte zu Menschen meide.

So hatte ich mir dieses Mutterdingens ja nicht vorgestellt. Also, so mitten in einem Ereignis, das so viel mit der ganzen Welt anstellt. Von mir aus hätte es genügt, wenn nur meine Welt auf den Kopf gestellt worden wäre.

Jedenfalls: Trotz allem Neuen essen wir trotzdem noch regelmäßig, und meistens ist es echt ganz lecker. Und inmitten von allem ist mir klar geworden, wie wichtig Schönes ist. Gute Gespräche, Spaziergänge, der Abendhimmel. Kunst – und zwar von anderen genießen und selbst machen, wenn es irgendwie geht.

Neil Gaiman hat das hervorragend auf den Punkt gebracht:

Life is sometimes hard. Things go wrong, in life and in love and in business and in friendship and in health and in all the other ways that life can go wrong. And when things get tough, this is what you should do.

Make good art.

I’m serious. Husband runs off with a politician? Make good art. Leg crushed and then eaten by mutated boa constrictor? Make good art. IRS on your trail? Make good art. Cat exploded? Make good art. Somebody on the Internet thinks what you do is stupid or evil or it’s all been done before? Make good art. Probably things will work out somehow, and eventually time will take the sting away, but that doesn’t matter. Do what only you do best. Make good art.

Besonders begeistert hat mich bei dieser Kunst-Sache im letzten Jahr die Herangehensweise von Austin Kleon, der einfach ganz viel mit Kunst “spielt”. Er probiert einfach aus – wie kann ein Art Journal aussehen, wie können Collagen aussehen und was passt alles in ein Zine? Zines sind einfach kleine Heftchen aus nur einem Blatt Papier, oft mit Kunst, die per Collage, Zeichnung und wilder Fantasie entstehen. Und das ging mir nicht mehr aus dem Kopf und vermischte sich irgendwie mit meinem Spaß am Kochen und Küchen-Experimentieren. Und so entstand vor einigen Tagen dann mein erstes Zine: “Omnomnom Nummer 1” mit einem Rezept für Cajun-Eintopf. Weil man an Neujahr in den Südstaaten der USA wohl Schwarzaugenbohnen isst, denn das bringt Glück. Und Glück können wir 2021 echt alle brauchen.

Jedenfalls, mehrere Ideen kamen zusammen und es entstand mein erstes Zine, das ich im Copyshop optimistischerweise gleich hundert Mal kopierte und das zumindest in Teilen mittlerweile in zwei Läden ausliegt. Zum Mitnehmen und Freuen. Weil wir gerade einfach alle Freude brauchen können, die wir kriegen.

Falls ihr euch auch eines mitnehmen wollt, könnt ihr es hier herunterladen. Wie das Falten geht, erklärt Keri Smith hier. (Noch eine ganz, ganz wunderbare Künstlerin.)

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Wichteln mit der eigenen Klasse

Wichteln ist so eine Sache: In den Ohren der Schüler klingt das ganz, ganz toll (weil: “Gescheeeeenke!”) und sie fordern es mit leuchtenden Augen beim Klassenrat ein. Aus meiner Sicht ist es bisher ein “Oh Gott, bestimmt werden zwei heulen und mindestens drei Leute enttäuscht sein, und alle überfordert, weil sie nicht wissen, was sie schenken können.” Weiterlesen

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Abenteuer-Ferienpass

Wer aktuell noch nicht in den Sommerferien ist, der zählt vermutlich die Tage bis dahin. Das Schuljahr mag schön gewesen sein oder hart, irgendwann ist der Kopf voll und der Akku leer. Die Gespräche über Sommerferienpläne werden standardmäßiger Smalltalk, und man hört von den verschiedensten Abenteuern. Weiterlesen

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Flashcards in der Wortschatzarbeit

Zur Erarbeitung und Festigung von Wortfeldern liebe ich Flashcards – sie sind einfach unglaublich vielseitig einsetzbar. Ich kann mit den Karten mit der gesamten Lerngruppe arbeiten, sie einer Kleingruppe geben oder einem einzelnen Schüler. Man kann mit Flashcards auch viele verschiedene Spiele machen – meine liebste Sammlung an Spielen gibt es kostenlos von Klett. Weiterlesen

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To-Do-Listen
(oder: Wie ich im Februar noch bei Verstand bin)

Seitdem ich Lehrerin bin, ist die Zeit zwischen den Weihnachts- und Osterferien immer die anstrengendste gewesen. Aus den Weihnachtsferien komme ich nach Familiengedöns, Silvesterkrachern und Korrekturstapeln eher weniger erholt zurück – und danach wartet eine Zeit, in der man Zeugnisse schreiben muss, viele Klassenfahrten laufen, alle vom Winter übersättigt sind und die Konflikte der Schüler GZSZ-artige Züge bekommen. Es ist viel. (Nicht umsonst ist dies hier ein recht klassisches Lehrer-Meme.)

Was mir bei der Bewältigung extrem hilft, ist eine gut geführte To-Do-Liste. Mein Lehrerkalender ist mein externes Gehirn und absolut unersetzbar. Wobei ich nach Ablauf eines Halbjahres sehr froh bin, dass mein Gehirn nicht derart in den Schulrucksack gepfeffert wird – der Kalender weist schon einige Risse und Knicke auf. Zettel fallen heraus oder schauen heraus, Notizen in allen möglichen Farben überlagern einander, verschiedene Menschen haben mir auf verschiedenen Seiten wichtige Telefonnummern notiert… Weiterlesen

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Ausmalbare Schriftarten

Vor einigen Monaten bin ich über eine Form von Arbeitsblättern gestolpert, die mich sehr begeistert: Doodle Notes. Entdeckt habe ich sie beim Stöbern im Shop von Math Giraffe bei Teachers Pay Teachers. Brigids Materialien sind klar strukturiert, gut verständlich und sehr ansprechend gestaltet. Und vor allem laden sie die Schüler ein, sich die Materialien wirklich zu eigen zu machen, anstatt sie nur zu bearbeiten. Weiterlesen

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