Wo nimmst du nur die Zeit her?
7 Tipps für schnelle Bentoboxen

Wann immer ich früher über Bilder von liebevoll zubereiteten Bentoboxen stolperte, fand ich, dass diese mehr wie Kunstwerke aussehen als wie etwas, das man in seiner Mittagspause essen könnte – verschiedene Kleinigkeiten in kleinen Schälchen, Reisbällchen, die aussahen wie Pandabären, in Sternchenform geschnittenes Gemüse, sehr viel Dekoration.

Mittlerweile habe ich jedoch festgestellt, dass die Vorbereitung von Bentos deutlich weniger aufwändig ist, als es zunächst aussehen mag – zumindest wenn man auf Tierchen, Sternchen und sonstigen Kikifitz verzichtet. Packe ich jetzt meine Box im Lehrerzimmer aus oder stelle ein Bild auf Instagram, bekomme ich viele dieser Fragen und Kommentare:

„Wo nimmst du die Zeit her?“

„Naja, du hast ja keine Kinder.“

„Hast du sonst keine Hobbies?“

„Ich fände so etwas ja auch toll, aber das ist bestimmt viel Arbeit.“

Doch obwohl Kochen mir einfach viel Spaß macht und ich noch keine Kinder habe (was mir aktuell sicherlich viel Zeit spart), habe auch ich keine Lust, jeden Abend eine Stunde in mein Mittagessen zu investieren, nur damit es schön aussieht. Ich habe schließlich noch anderes zu tun, beispielsweise endlich den Endgegner bei Super Mario Land besiegen.

Deswegen hier einige Tipps, mit denen ich ordentlich Zeit spare:

  1. Wenn ich Nudeln, Reis oder andere Beilagen koche, mache ich immer zuviel. Die Reste werden kalt abgeschreckt und kommen sofort in den Kühlschrank.
  2. Manchmal bereite ich auch schon ein Dressing vor und würfle ein bisschen Gemüse, während das Abendessen kocht. Nach dem Essen mische ich dann Nudeln oder Reis mit dem Dressing und habe einen fertigen Salat.
  3. Gemüsegerichte und Suppen werden auch immer so zubereitet, dass Reste sind. Die Gemüsegerichte kommen in den nächsten als kleine Beilagen in das Bento.
  4. Viele Kleinigkeiten kann man natürlich auch fertig kaufen: Oliven, saure Gurken und verschiedenste Antipasti machen keinerlei Arbeit.
  5. Gleiches gilt für so manche Sorte Gemüse und Obst: Datteltomaten, Radieschen, Trauben und jegliches Beerenobst muss man nur waschen und schon kann es in die Bento-Box.
  6. Den Ofen nutze ich meistens mehrfach. Wenn ich Ofengemüse oder einen Auflauf mache, kann ich gleichzeitig auch eine Süßkartoffel, einige Kirschtomaten und ein paar halbierte Paprikaschoten in den Ofen werfen. Wenn das Gemüse abgekühlt ist (und die Paprika geschält), kommt es in Boxen und kann irgendwann später weiterverarbeitet werden.
  7. Auch Protein bekommt man so hin: Ein wenig Kräuterquark, ein paar Stücke Käse, ein paar vegetarische Frikadellen, übrig gebliebene Falafeln.

Wenn ich es drauf anlege, kann ich mir so in fünf Minuten ein schönes Bento zusammenstellen und habe dann Zeit, zum drölfzigtausendsten Mal den Gameboy in die Hand zu nehmen und ihn eine Stunde später wieder lautstark fluchend in die Ecke zu werfen.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Schöner Start!
    Ich mache mir auch meistens so was Schnelles und lecker Veganes aus (geplanten) Resten, Oliven etc. für die Schule – hatte aber von Bento noch nie was gehört. Schon wieder schlauer geworden.
    Vielen Dank dafür und alles Gute für dieses Blog – ich bleibe dran und gespannt!

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